Das Leben in der Pandemie #2 Weisheit

Fortsetzung von: Das Leben in der Pandemie #1 Hilfe in diesen unruhigen Zeiten

Das Leben in der Pandemie

Ian Sampson (Pinetown, Südafrika) Übersetzung: Natascha Ramsden
Teil 2

Weisheit

Seit Beginn der Pandemie sind zwei große ,Götter‘ zum Vorschein gekommen, die uns den Weg weisen sollen – Politiker und Wis­senschaftler. Jeden Tag erzählt uns irgendein Politiker oder Wis­senschaftler etwas über die Ursachen, Wirkungen und Folgen der Pandemie. Es ist schwer, nicht in ihre Erzählungen hineingesogen zu werden. Verlassen wir uns auf die Intelligenz der Welt, um aus dem Schlamassel befreit zu werden? Wenn uns etwas mit Furcht erfüllen sollte, dann ist es die Tendenz, sich auf die Intelligenz zu verlassen, um dieses Problem zu lösen — ungeachtet der Tatsache, dass Wissenschaftler Impfstoffe entwickelt haben und in einigen Ländern hervorragende Führungspersönlichkeiten ihre Arbeit tun.

Zur Zeit Christi gab es schätzungsweise etwa 190 Millionen Men­schen auf der Erde. Heute gibt es knapp acht Milliarden Menschen und in den letzten 200 Jahren hat sich unsere Bevölkerung fast verachtfacht! Das hat viel mit den Fortschritten in Wissenschaft, Technik und Medizin zu tun. In vielen fortgeschrittenen Ländern ist die durchschnittliche Lebenserwartung auf über achtzig Jahre gestiegen.
Doch trotz dieser Fortschritte kann ein winziges, unsichtbares Vi­rus, wenn es nicht bekämpft wird, alle Errungenschaften zunichte­machen. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Mittel­meerländer, die als Länder mit einem perfekten Lebensstil gelten, mit am stärksten von der Pandemie betroffen sind. Wo sind unsere Dotcom-Lösungen, da Spanien, Frankreich und Italien so schreck­liche Verluste erleiden?

Der Punkt ist folgender: Zwar sind wir eine intelligente Spezies, aber wir haben unsere Intelligenz nicht konsequent und systema­tisch dafür eingesetzt, um die Ressourcen, die Gott für all unsere Bedürfnisse bereitgestellt hat, zu pflegen und zu erhalten. Viel­mehr haben wir sie dazu benutzt, sie zu verschwenden oder zu zer­stören, und wenn sie zerstört waren, zu versuchen, sie zu umgehen oder die uns gegebenen Ressourcen für die egoistische, eigennüt­zige Gier einiger weniger zu missbrauchen. Das mag eine etwas zynische und verallgemeinerte Sichtweise sein, aber sie trifft zu­mindest einen wahren Kem.

Was nun? Sollten wir die Bücher verbrennen oder die Akademiker abschaffen?

Natürlich nicht! Ihre Rolle bleibt wichtig, aber wir müssen darauf achten, nicht in die Irre geführt zu werden. Viel­leicht ist das der Grund, weshalb der Fokus der Bibel nicht auf der Intelligenz, sondern auf der Weisheit liegt. Wir dürfen die beiden nicht verwechseln. Intelligenz ist die Fähigkeit, Wissen und Fer­tigkeiten zu erwerben und anzuwenden. Weisheit ist vernünftiges, gottgefälliges Denken, gutes Urteilsvermögen. Wir haben nicht al­le die gleiche Fähigkeit, wenn es um Intelligenz geht, aber in unse­rer Fähigkeit, Weisheit aus der Bibel zu erwerben, sind wir alle gleich. Jemand, der intelligent und weise ist, kann eine Kraft für das Gute sein, aber Intelligenz ohne Weisheit kann zerstörerisch sein.

Während sich die Welt auf Intelligenz verlässt – und wir sind für die Bemühungen der Wissenschaftler dankbar – lehrt die Bibel, dass wir uns in echten Schwierigkeiten befinden, wenn wir unseren Glauben auf weltliches Wissen gründen! Warum? Weil gottgefäl­liges Denken und gutes Urteilsvermögen wichtiger sind. Die Auf­forderung, weise zu sein, ist wie die Gottesfurcht ein Grundprinzip der Gerechtigkeit Gottes und wird in der ganzen Bibel erklärt. In Zeiten wie diesen müssen wir sowohl bei praktischen als auch bei geistlichen Problemen nach göttlicher Führung suchen. Sprüche 1 erklärt die Absicht des Buches folgendermaßen:

„Um zu erkennen Weisheit und Zucht, um zu verstehen verständige Worte, um anzunehmen Zucht <mit> Einsicht, <dazu> Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit“ (V.2-3).

Der Vers 7 verbindet die Furcht und die Weisheit:

„Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis.

Weisheit und Zucht verachten <nur> die Narren.“

Die Sprüche bieten Trost und Anleitung, um unseren Verstand, un­seren Glauben und unser Handeln in diesen schwierigen Zeiten zu lenken.

Machen wir uns keine Sorgen darüber, was noch passieren wird. Lasst uns vielmehr weise sein und unseren Glauben darauf kon­zentrieren, die Rückkehr unseres Herrn zu erwarten und uns vor­zubereiten. Mögen wir von Weisheit geleitet werden, die auf der Wahrheit beruht. Wir haben die sichere Hoffnung, dass, auch wenn
unser Leben bis ins Mark erschüttert sein mag, Gottes Liebe, Barmherzigkeit und Resilienz (Widerstandskraft) unerschütterlich sind. Wir haben durch Gottes Wort eine Hoffnung und Perspektive:

„Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort Jahwehs von Jerusalem.“ (Micha 4,2)

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