Das Leben in der Pandemie #1 Hilfe in diesen unruhigen Zeiten

Das Leben in der Pandemie

Ian Sampson (Pinetown, Südafrika) Übersetzung: Natascha Ramsden

Furcht und Weisheit sind eine Hilfe in diesen unruhigen Zeiten

Eines meiner letzten Vortragsthemen lautete „Den Verstand be­wahren in einer verrückten Welt“. Ich hielt ihn, bevor die Worte „Coronavirus“ und „COVID-19“ bekannt wurden und doch hat er jetzt mehr Relevanz als zu jedem anderen Zeitpunkt, an den ich mich erinnern kann.

Konzentrieren wir uns auf zwei Punkte, um unseren Glauben im „neuen Normalzustand“ zu stärken: Furcht und Weisheit. Als menschliche Eigenschaften können diese zerstörerisch oder lebens­rettend sein. Den Unterschied auszumachen ist in unsicheren Zei­ten, wie wir sie jetzt erleben, sehr wichtig.

Furcht

Die Furcht der Menschen resultiert aus einer Pandemie, wie wir sie wohl nur einmal im Leben erfahren werden. Es gibt keine Heilmit­tel und keine Ideen, wie man sie kontrollieren kann. Ob es nun die Furcht vor einer Ansteckung mit dem Virus ist oder die Angst vor Arbeitslosigkeit, vor sozialen Unruhen oder sogar vor dem Ver­hungern – alle sind rational.

In ihrer destruktiven Form führt Furcht zu schlechtem Verhalten. Wir sehen das an den verschiedenen Arten, wie Regierungen ver­suchen, die Ausbreitung der Krankheit zu kontrollieren. Einige ha­ben überreagiert, andere reagierten ignorant. Einige haben darauf gedrängt, ihre Wirtschaft zu früh wieder anzukurbeln, und andere, nicht zuletzt die südafrikanische Regierung, stehen vor dem Di­lemma, die Menschen im Lockdown entweder verhungern zu las­sen oder sie dem Virus zu überlassen. Eine schreckliche Wahl.

So sehr wir auch auf Gott vertrauen, ist es schwierig, diese Ängste zu vermeiden. Unser Herr hat uns gelehrt, uns nicht zu sorgen:

„Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie <doch>. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie?“ (Matthäus 6,25.26)

Jesus sagt uns, dass wir uns nicht vor Dingen wie dem Virus furch­ten sollen. Christus hatte allen Grund, den kommenden Tag zu furchten. Er wusste genau, dass er beauftragt worden war, das le­bendige Opfer zu sein. So wusste er auch genau, was vor ihm lag, und doch lehrte er die Menschen, sich keine Sorgen zu machen. Damit fordert er uns nicht auf, töricht zu sein. Wir müssen alles tun, was wir können, um für uns selbst, unsere Familien, unsere Gemeinde und unsere Kommunen zu sorgen. Aber in Furcht vor Dingen zu leben, die wir nicht kontrollieren können, ist Zeitver­schwendung.

Die Lektion Christi weist uns darauf hin, destruktive Furcht zu vermeiden, weil sie uns instinktiv dazu bringt, nur uns selbst schützen zu wollen. Dies führt zu Misstrauen, Gier, Eifersucht und sogar zu Hass. Dafür gibt es Beispiele – Länder, die andere beste­chen, damit sie bei der Beschaffung von persönlicher Schutzaus­rüstung an erster Stelle stehen. Einige Beamte in unserem Land haben Lebensmittelpakete gestohlen, die für die Bedürftigsten be­stimmt waren. Länder haben sich gegenseitig beschuldigt, das Vi­rus verursacht zu haben oder mögliche Impfstoffe geheim zu hal­ten.

Wie ist es nun bei uns, die wir an Gott glauben, um die Furcht be­stellt in dieser schrecklichen Zeit?

In der Bibel ist Furcht das Herz­stück der Wahrheit, angefangen im ersten Buch Mose bis zur Of­fenbarung. Dabei ist die Basis nicht die Furcht vor einem Virus, sondern die Furcht vor Gott. Sie ist zentral für die Erlösung, und das war sie auch schon immer. Wenn Mann und Frau Gott fürchte­ten, erging es ihnen in geistlicher und oft auch körperlicher Hin­sicht gut.

Heißt das, wir ersetzen unsere Furcht vor dem Virus durch eine Furcht vor Gott? Nein! Gott hat zwar die Macht über Leben und Tod, aber anders als das Virus, das wahllos tötet, tut Er das nicht. Das Ziel Gottes ist die Erlösung und das Leben.

Das Gesetz des Mose hebt den Unterschied zwischen der Furcht vor dem Virus und der Furcht vor Gott deutlich hervor. In 3.Mose 19,14 lesen wir:

„Du sollst dich furchten vor deinem Gott.“

Diese Aufforderung wird in Vers 32, nachdem Gott anwies, die Alten zu ehren und zu respektieren, wiederholt:

„Du sollst dich furchten vor deinem Gott. Ich bin Jahweh.“

Die Elberfelder Bibelübersetzung gebraucht das Wort „ehren“ und Strongs Konkordanz zeigt, dass ,Furcht‘ und ,ehren‘ nur verschiedene Übersetzungen desselben Wortes sind. Das Original kann also übersetzt werden mit: sich furchten, etwas befürchten, etwas verehren oder in Ehrfurcht hal­ten. Es kommt also eine tiefe Ehrfurcht vor Gott, ja eine tiefe Be­wunderung Seiner Eigenschaften zum Ausdruck.
Die Gottesfurcht ist demnach das Gegenteil einer Furcht vor dem Virus und seinen Folgen, mit welcher keine ehrfürchtigen oder re­spektvollen Eigenschaften verbunden sind.

Diese ehrfurchtsvolle Furcht vor dem lebendigen Gott zieht sich durch die ganze Bibel. David beschreibt sehr schön:

„Die Furcht des HERRN ist rein, sie besteht in Ewigkeit“ (Psalm 19,10).

Die Sprüche lehren uns, dass Gottesfurcht bedeutet, das Böse, den Stolz und den Hochmut zu hassen (vgl. Sprüche 8,13). Die Gottes­furcht verlängert das Leben (vgl. Sprüche 10,27), sie ist eine feste Burg (vgl. Sprüche 14,26) und eine Quelle des Lebens (Sprüche 14,27). In den Sprüchen wird die Gottesfurcht auch als der Anfang von Weisheit und Verständnis beschrieben (Sprüche 9,10). Der Prediger gibt uns eine formelhafte Zusammenfassung:

„Fürchte Gott und halte seine Gebote!“ (Prediger 12,13).

In Apostelgeschichte 10 wurde Petrus aufgerufen, Kornelius zu be­suchen. Als er von dem Besuch des Engels hörte, rief Petrus aus:

„In Wahrheit begreife ich, dass Gott die Person nicht an­sieht, sondern in jeder Nation ist, wer ihn fürchtet und Ge­rechtigkeit wirkt, ihm angenehm. (Apostelgesch. 10,34f)

Auch unser Herr Jesus ist voll Verständnis und bringt in seinen Worten auf den Punkt, wie wir unsere Ängste in schwierigen Zei­ten überwinden können:

„Werden nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen verkauft? Und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen. Aber selbst die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr als viele Sperlinge.“ (Lukas 12,6f)

Wir können uns in Situationen befinden, die fast oder gänzlich hoffnungslos erscheinen. Die Folgen des Virus auf unser Leben und unsere wirtschaftliche Existenz können wir nicht kontrollieren, aber Jesus lehrt uns hier, dass auch diesem Virus Grenzen gesetzt sind und somit auch die Folgen des Virus Grenzen haben. Für die­jenigen, die nicht an den lebendigen Gott glauben, können die Fol­gen schrecklich sein, aber für die Gläubigen wird jede Furcht vor dem Virus erträglicher durch das Wissen, dass ein ehrfurchtgebie­tender Gott uns Hoffnung gibt. Gott wacht über die, die Ihn fürch­ten und führt sie durch diese Pandemie hindurch, ganz gleich, wel­che physischen Folgen es mit sich bringt.

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